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teamvis-selfhost/docs/NEUKUNDE.md
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2026-06-25 16:43:22 +02:00

260 lines
10 KiB
Markdown

# Neukunden-Onboarding (TeamVis-Instanz)
Reproduzierbares Runbook für eine **frische** TeamVis-Instanz (eigener Mandant:
eigene Supabase, eigene Domain). Das Container-Image ist mandanten-neutral —
alle Kunden laufen auf demselben Image, unterschieden nur durch ENV + DB +
Branding. Dieses Dokument führt von „nichts" bis „live".
Reihenfolge ist verbindlich: **DB → ENV → Container → erster Admin → Branding → Smoke-Test.**
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## 0. Voraussetzungen
- Eine **Supabase-Instanz** (Cloud-Projekt _oder_ self-hosted). Du brauchst:
- Projekt-URL (`https://xxxx.supabase.co` bzw. `https://supabase.kunde.de`)
- `anon`-Key (öffentlich)
- `service_role`-Key (geheim, nur Server)
- Eine **Domain** (z. B. `team.kunde.de`) mit DNS auf den Docker-Host.
- Ein **Docker-Host** mit Zugriff auf die Registry `git.zoesch.de/zfx-services/teamvis`
(Registry-Login vorhanden) und einem Reverse-Proxy (Caddy/Traefik/nginx).
- Lokal dieses Repo + `node` (für `scripts/`-Helfer).
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## 1. Datenbank-Schema einspielen
Alle Tabellen, RLS-Policies, Storage-Buckets (`branding-assets` **und**
`employee-photos`) und GRANTs kommen aus `supabase/migrations/`. Es gibt
zwei Wege:
> Die Basis-Tabellen `employees` + `admin_users` legt seit `0000_base_schema.sql`
> die erste Migration an (`create table if not exists`). Auf einer **leeren**
> DB bootstrappt das Bündel damit vollständig; auf einer **bestehenden**
> Instanz ist `0000` ein No-Op.
### Variante A — Schema-Bündel (ohne supabase-CLI/psql-Zugang, empfohlen für Erst-Setup)
```bash
node scripts/bundle-migrations.mjs > /tmp/teamvis-schema.sql
```
Den Inhalt von `/tmp/teamvis-schema.sql` einmal in den **Supabase-Studio
SQL-Editor** einfügen und ausführen. Das Bündel enthält alle Migrationen in
korrekter Reihenfolge.
> Wichtig: Das Bündel ist für eine **leere** DB gedacht (Erst-Lauf). Für
> spätere Schema-Updates auf einer bestehenden Instanz nur die **neue**
> Einzel-Migration ausführen, nicht das ganze Bündel.
### Variante B — supabase-CLI (wenn DB-Zugang verfügbar)
```bash
supabase link --project-ref <ref>
supabase db push
```
### Kontrolle
In Supabase Studio prüfen, dass existieren:
- Tabellen: `employees`, `admin_users`, `admin_invites`, `site_settings`, … (Organigramm-, Compliance-, Lead-, License-Tabellen)
- Storage-Buckets: `branding-assets` **und** `employee-photos` (beide public)
- `site_settings`: GRANTs sind spaltenweise (Geheimnis-Spalten **nicht** für `anon`, siehe Migration `0043`)
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## 2. ENV-Datei vorbereiten
Die App liest zur **Laufzeit** (kein Build-Time-Inlining → ein Image für alle
Mandanten). Lege auf dem Host `/opt/<kunde>/app/.env` an:
```env
# ── Supabase ───────────────────────────────────────────
NEXT_PUBLIC_SUPABASE_URL=https://xxxx.supabase.co
NEXT_PUBLIC_SUPABASE_ANON_KEY=<anon-key>
SUPABASE_SERVICE_ROLE_KEY=<service-role-key>
# ── Session (Pflicht, >= 32 Zeichen, pro Instanz EINMALIG erzeugen) ──
SESSION_SECRET=<openssl rand -base64 48>
# ── Öffentliche URL (für QR-Codes / vCard-Links) ───────
NEXT_PUBLIC_SITE_URL=https://team.kunde.de
# ── SMTP (optional; fehlt es, landen Magic-Links nur im Server-Log) ──
SMTP_HOST=mail.kunde.de
SMTP_PORT=587
SMTP_SECURE=false
SMTP_USER=<user>
SMTP_PASS=<pass>
SMTP_FROM_EMAIL=noreply@team.kunde.de
SMTP_FROM_NAME=TeamVis
```
`SESSION_SECRET` erzeugen: `openssl rand -base64 48`. **Niemals** zwischen
Mandanten teilen.
> Self-hosted Supabase: `next/image` lädt Foto-URLs aus
> `/storage/v1/object/public/**` jedes HTTPS-Hosts — kein zusätzliches
> `SUPABASE_IMAGE_HOSTS` nötig (siehe `next.config.ts`).
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## 3. Container deployen
`/opt/<kunde>/app/docker-compose.yml`:
```yaml
services:
app:
image: git.zoesch.de/zfx-services/teamvis:0.11.5 # aktuelle Version pinnen
container_name: <kunde>-teamvis
restart: unless-stopped
env_file: .env
ports:
- "127.0.0.1:3001:3000" # Port pro Instanz eindeutig wählen
healthcheck:
test: ["CMD", "node", "-e", "fetch(\"http://127.0.0.1:3000/\").then(r => process.exit(r.status < 500 ? 0 : 1)).catch(() => process.exit(1))"]
interval: 30s
timeout: 5s
retries: 3
start_period: 20s
```
```bash
docker compose pull && docker compose up -d
docker compose logs -f app # auf "Ready" warten
```
Reverse-Proxy (Caddy-Beispiel) auf den lokalen Port mappen — Caddy holt das
TLS-Zertifikat automatisch:
```
team.kunde.de {
reverse_proxy 127.0.0.1:3001
}
```
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## 4. Ersten Admin anlegen
`admin_invites` setzen einen bestehenden Admin voraus — bei einer frischen
Instanz gibt es keinen. Das Bootstrap-Script legt ihn direkt an (bcrypt cost
12, identisch zur App-Logik):
```bash
# vom lokalen Repo aus, ENV aus .env.local oder per dotenv-cli:
npx dotenv -e .env.local -- node scripts/create-admin.mjs chef@kunde.de --name "Max Chef"
# Passwort wird verdeckt abgefragt (min. 10 Zeichen)
```
Alternativ ENV direkt setzen (`NEXT_PUBLIC_SUPABASE_URL`,
`SUPABASE_SERVICE_ROLE_KEY` der Kunden-DB) und das Script ohne dotenv aufrufen.
Danach Login unter `https://team.kunde.de/admin/login`. Weitere Admins/Viewer
dann bequem über **Admin → Einladungen** im Backend.
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## 5. Branding & Inhalte
Alles White-Label über das Backend, kein Code/Rebuild nötig:
1. **Admin → Branding** — Firmenname, Logo, Favicon, Farben, Footer/Impressum-Link.
2. **Admin → Mitarbeiter** — erste Karten anlegen (Foto, Kontaktdaten, Sichtbarkeits-Flags). Import per CSV möglich.
3. Optional: **Organigramm**, **Compliance-Frameworks**, **Telefonanlage**, **Wallet** (Apple/Google) je nach Modul-Bedarf — Freischaltung siehe nächster Abschnitt.
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## 5a. Funktionen gestaffelt freischalten
Eine frische Instanz startet **bewusst minimal**: nur die Visitenkarten-Basis
(`business_cards`) ist aktiv. Alle weiteren Module schaltest du unter
**Admin → Funktionen** nach und nach frei. Empfehlung für die Erstinstallation —
erst die Basis abnehmen, dann Phase für Phase, damit bei Problemen die
Fehlerquelle eng bleibt:
1. **Phase 1 — Go-Live-Kern:** Organigramm, Compliance (keine externe Abhängigkeit).
2. **Phase 2 — Self-Service & Erfassung:** Empfang, KI, Card-Scanner, NFC
(braucht SMTP für Magic-Links bzw. einen AI-Provider unter Admin → AI-Provider).
3. **Phase 3 — Externe Systeme:** Wallet, Telefonanlage, Webhooks
(Zertifikate, 3CX, Webhook-Empfänger — höchstes Debug-Risiko, zuletzt).
Jedes Modul ist einzeln schaltbar; bei Bedarf feiner vorgehen. Bei gesetzter
Lizenz ist diese die Obergrenze — nicht lizenzierte Module bleiben gesperrt.
> **Hinweis Bestandsinstanzen:** Beim Update **auf** v0.12.0 muss auf bereits
> laufenden Instanzen `docs/sql/0.12.0-enable-modules.sql` **vor** dem
> Image-Deploy laufen (SQL-first), sonst verschwinden bislang aktive Module.
> Neuinstallationen sind nicht betroffen.
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## 6. Smoke-Test (Abnahme)
- [ ] `https://team.kunde.de/<slug>` zeigt eine Karte (öffentlich, ohne Login)
- [ ] vCard-Download `…/api/vcard/<slug>` liefert `.vcf`
- [ ] QR-Code auf der Karte zeigt auf die richtige `NEXT_PUBLIC_SITE_URL`
- [ ] Admin-Login funktioniert, Mitarbeiterliste lädt
- [ ] Self-Service-Portal: Magic-Link wird versendet (oder steht im Log, falls kein SMTP)
- [ ] Foto-Upload landet im Bucket `employee-photos` und wird auf der Karte angezeigt
- [ ] Security-Header gesetzt: `curl -sI https://team.kunde.de | grep -i x-frame-options`
- [ ] Geheimnis-Check: mit dem **anon**-Key liefert eine Abfrage der Geheimnis-Spalten von `site_settings` `permission denied`
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## 7. Updates & Versionsschema
TeamVis folgt Semantic Versioning (`MAJOR.MINOR.PATCH`):
| Sprung | Bedeutung | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| **Patch** (`x.y.0 → x.y.1`) | Bugfix, kein Schema-Change | Tag bumpen → `docker compose pull && up -d` |
| **Minor** (`x.0 → x.1`) | Feature, Schema-Change möglich | **erst** neue Migration einspielen, **dann** Container-Update |
| **Major** (`1 → 2`) | Breaking Change | Migration-Notes lesen, Backup, dann Update |
Patch + Minor sind DB-rückwärtskompatibel (altes Image läuft mit neuer DB).
Image-Tag in Production **immer pinnen** (`teamvis:0.11.6`), nicht `:latest`
sonst zieht ein `compose pull` ungewollt einen Major-Sprung.
**Standard-Update:**
```bash
# 1. Backup (siehe Abschnitt 8)
# 2. Release-Notes / CHANGELOG.md prüfen
# 3. fehlende Migration(en) aus supabase/migrations/ einspielen (nur die neuen!)
# 4. Tag im docker-compose.yml bumpen
docker compose pull && docker compose up -d --force-recreate
```
**Rollback:** Image-Tag im Compose zurücksetzen + `up -d --force-recreate`.
Achtung: war eine nicht-rückwärtskompatible Migration dabei, muss zusätzlich
der DB-Dump zurückgespielt werden — Daten zwischen Update und Rollback sind
dann verloren. Darum der Pre-Update-Dump.
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## 8. Backup & Aufbewahrung
Zwei kritische Bereiche: **Postgres-DB** (alle Datensätze, Audit-Log) und der
**Storage-Bucket `employee-photos`**.
- **DB (Supabase Cloud):** tägliche Auto-Backups + PITR ab Pro-Plan. Zusätzlich eigener Dump empfohlen:
```bash
pg_dump "$DATABASE_URL" --no-owner --no-acl --format=custom > teamvis-$(date +%Y%m%d).dump
```
- **Storage:** `npx supabase storage cp "ss:///employee-photos" /backup/photos --recursive`
(self-hosted: Storage ist ein Verzeichnis → `rsync`/ZFS-Snapshot).
- **Audit-Log ist GoBD-relevant (10 Jahre Aufbewahrung):** monatlich per
`Verwaltung → Protokoll → Export` als CSV ins unveränderbare Langzeit-Archiv.
- **`.env` wird NICHT mitgesichert** — Secrets gehören in einen Passwort-Safe.
- **Restore-Test** mindestens jährlich (Dump in Test-DB, Container dagegen
starten, Login + Karten prüfen). Ein nie-restored Backup ist kein Backup.
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## Bekannte Lücken / TODO
- Kein automatischer Migration-Runner gegen self-hosted DBs ohne PG-Passwort →
Schema-Bündel via Studio (Variante A) ist der dokumentierte Weg.
- Vor aktivem Lizenz-Verkauf (Stripe live) sind Gewerbeanmeldung + USt nötig —
privates Impressum trägt nur eine Info-/Showcase-Seite.